Kolumne – Gedankenkiosk

Bild mit Frauenkopf, auf dem viele Bücher liegen, eine Uhr im Hintergrund. Viele Gedanken.

Vizefreitag und eine Woche wie drei Tüten Brausepulver auf einmal im Mund. 

Überschäumend vor Glück ist eine Redewendung, mit der ich was anfangen kann. Ein Moment, in dem alles stimmt, alles so gut ist, dass ich am liebsten den Kopf in den Nacken werfen und einfach nur „JAAAA!!“ brüllen möchte. So so gut, dass es fast weh tut. Menschen, die springen, Menschen, die singen, jeder für sich und doch alle im Einklang. Das kann Musik, und ich bin mir sicher: mein Herz ist aus Rock. 
Vor 32 Jahren hat sich etwas in meiner DNA angesiedelt, was mit einem Ton reaktiviert wird, was mit einem Akkord soviele Emotionen auslöst wie bei manchen Menschen die dritte Runde Titanic mit Céline-Geheule.

Ein bisschen klebrig, sehr muffig und dunkel kann manchmal der schönste Ort sein, wenn „Kiffen verboten“ ist, aber viele betrunken, wenn auch ein schlechter DJ der guten Musik nichts anhaben kann. Dann sind wir in Sicherheit, in unserem Element, wo wir lange jung waren und jetzt langsam alt werden. Graue Haare lösen graue Haut ab, wir sehen gesünder aus, aber nicht mehr elastisch. 
Macht nichts, Hauptsache, der Blick auf die Welt bleibt weit, und ein Verständnis davon, was wichtig ist für ein gutes Miteinander. 
Was braucht es zum Leben? Manchmal orangefarbenes Licht unter Oldschool-Markisen, Katzenfell unter den Fingern und das gute Gefühl, dass die falschen Entscheidungen in der Vergangenheit liegen. 

Wovon wir zehren? Von der Weite des Meeres, guter Luft in den Lungen und Frieden mit dem Hier und Jetzt. Ein Geschenk. Ein Ausschnitt. Wenigstens ein paar Minuten am Tag. 
Viva la Zukunft. 

Zitat des Tages: „Ohne Musik wär’ alles nichts“ – Wolfgang Amadeus Mozart 

#soulwritersclub#soulwriters_club#schreibenschreibenschreiben#kolumne#texten#alltagsgedanken#gedankenkiosk#juliaschrödergöritz#musik#konzerte#mozart#zitate#rocknroll

Biografisches Schreiben – „Nur mal probieren!“

Regen prasselt gegen die Fensterscheibe hinter mir, ich sitze am weißen Küchentisch, meine Mutter steht am Herd. In der Pfanne wendet sie dicke braune Würste, so groß wie Auberginen. Um die Herdplatte herum ist alles gesprenkelt von kleinen Fettpunkten, der Dunstabzug röhrt auf Stufe Drei durch die Mittagsruhe. Die Ärmel meines Sweatshirts schiebe ich hoch, meinen Rock habe ich ausgezogen, ich sitze nur in meiner roten Strumpfhose auf dem kühlen Küchenstuhl, vor mir kleine Dampfwolken, die aus dem gelben Kartoffelpüree in die Luft steigen. „Nur mal probieren“ ist die Devise. Ich erinnere, wie das schmeckt. Aber nur wenn ich „wenigstens mal probiere“, gibt es die anderen Würstchen. Welcher Erwachsene hat sich den Quatsch bloß ausgedacht? An seine Kindheit kann sich der sicher nicht erinnern.

Meine Mutter kommt mit der ganzen Pfanne an den Tisch, es blubbert und brutzelt, plötzlich ein stechender Schmerz, ich schaue auf meinen Oberschenkel und ein dunkelroter Fleck breitet sich auf meinem Bein aus, Fett auf meiner Strumpfhose.

Da liegt sie vor mir. Schwarz, prall, der Geruch etwas säuerlich, würzig, ich schaue meine Mutter fragend an, sie sagt: „Na los, einmal aufschneiden!“ 

Ich seufze, setze das Messer an, die weiche Haut gibt etwas nach, die Spannung kann ich bis in den Messergriff spüren. Etwas fester drücke ich, dann schließlich ein leises Ploppen und durch ein Loch in der Haut quillt die schwarze, krümelige Masse heraus. Ab und zu dazwischen ein größerer Brocken, der schrumpelig aussieht – Rosinen. Tief atme ich ein, schneide das Loch etwas größer und lasse die Welle herausbröseln auf meinen Teller. Soviel wie nötig schiebe ich auf meine Gabel – es gibt laut der Erwachsenen ja eine bestimmte Menge, ab der es erst als wirkliches Probieren gilt. Also diese Menge liegt nun da, bereit zum Testen, ich rieche das Säuerliche und Würzige noch deutlicher, schließe die Augen und lenke die Gabel in den Mund. Von innen versuche ich meine Nase zu verschließen, das Riechen einzustellen, dann wird auch das Schmecken weniger. Doch die schwarze Masse ist penetrant, die Krümel schieben sich in jede Zahnlücke, kleben an meinen Wangeninnenseiten, ich öffne meine Augen wieder und spüre, wie sie anfangen zu tränen. Ich möchte schlucken, mein Hals will das Gegenteil, ich versuche meinen Mund zu einem Lächeln zu verziehen, um zu signalisieren „Ja, oh ja – das habe ich jetzt aber probiert, ich schmecke ganz genau…“, dann greife ich zum Glas und spüle die krümelige Pampe mit Wasser herunter. Eine Rosine rutscht an meinen Backenzähnen vorbei, ich fühle, wie sich die Haare auf meinen Unterarmen aufstellen. Nach dem zweiten Schluck Wasser schüttele ich mich und schiebe schnell Kartoffelbrei hinterher. Geschafft. Wieder ein Jahr Ruhe. Ich hasse Grützwurst bis heute.

Schreibaufgabe für Dich:

Denke an ein Essen aus Deiner Kindheit, welches Du besonders ekelhaft oder besonders köstlich fandest.
Beschreibe die Szenerie und den Moment des Essen, Deine Gefühle und Gedanken dabei mit allen Sinnen!

#soulwriters_club #soulwritersclub #kreativesschreiben #biografischesschreiben #schreibworkshop #schreibenschreibenschreiben #stärkendesschreiben #persönlichkeitsentwicklung #schreibwerkstatt #hamburg #onlinekurse #juliaschrödergöritz

Kolumne – Gedankenkiosk

Bild mit Frauenkopf, auf dem viele Bücher liegen, eine Uhr im Hintergrund. Viele Gedanken.

Vizefreitag und Tage wie eine Ikea-Montageanleitung. Der Inhalt der Packung ist deutlich, die Struktur völlig klar. Doch dreht man ein einziges Teil in die falsche Richtung, geht es nicht weiter oder muss demontiert werden – und man beginnt von vorn. 

In der Praxis einige Menschen, die einen Plan für ihr Leben in sich trugen – und aufgrund eines Teils alles auseinandernehmen und von vorn beginnen müssen. Viele Tränen diese Woche, und dann dieser kleine Funke von „Ich weiß, wie das geht – aufstehen“, und die Schwere wird löcherig und lässt etwas durchscheinen, in kleinen Schritten wird es heller. Manchmal reicht die Gewissheit „Das Gefühl wie es jetzt ist, das bleibt nicht so. Es geht vorbei.“

Für den älteren Mann vor meiner Tür geht es nicht vorbei. Mit dem Handfeger Spinnennetze entfernend, die meine Post verhindern wollen, höre eine Stimme hinter mir: „Was ist das hier?“ Viele aus der Nachbarschaft bleiben stehen und fragen. „Ah, eine psychologische Praxis. Der, der meiner Frau die Tabletten verschrieben hat, hat aufgehört – und der andere ist auf was ganz anderes spezialisiert…“ Sechs Jahre leben sie damit, drei Jahre Klinik. 
Wir schauen uns an, ich warte, zuhören bedeutet auch, Stille zuzulassen. Seine Augen schimmern, „Die ganzen Jahre schon, das ist wirklich …“, er dreht abrupt ab und geht mit gesenktem Kopf weiter. Aushalten. Auch darum geht es manchmal. Ein Teil in die falsche Richtung und die innere und äußere Struktur fliegen auseinander.

Die Sonne scheint, Hummeln und Bienen haben in unserem Garten einen HotSpot ausgerufen – der „Place to be“ in Rahlstedt für alles, was summt. Wie die Atmosphäre im Schanzenviertel – Gläserklirren, Lachen, Stimmen – hundert Gespräche in drei Sekunden, meine Augen fliegen, scannen, meine Ohren fühlen sich an wie ein altes Radio, welches nach einem Sender sucht. Wie im Film jetzt einmal auf Stopp drücken können – Freeze. Innehalten, Stille, einmal Überblick verschaffen. Doch keiner macht mit. Sie fügen sich in eine Melodie aus Worten, Tönen und Geräuschen, die leise beginnt, im Vorüberigehen der Stunden anschwillt, über den Rand läuft, bis sie verebbt. Nichts bleibt, wie es ist. Wie beängstigend. Wie gut.

Kolumne – Gedankenkiosk

Bild mit Frauenkopf, auf dem viele Bücher liegen, eine Uhr im Hintergrund. Viele Gedanken.

Vizefreitag und eine Woche wie ein Fisherman’s Friend, den man am Taschenboden findet – kurze Freude, dass er da ist, aber irgendwie auch Bäh. Und dann doch okay, ist ja meine Tasche.

Judith Hermann gelesen und wieder einmal festgestellt, dass es zwar stimmen mag, dass man Schreiben lernen kann – aber dass es dann noch die gibt, die es neben dem guten Handwerk vermögen, Worte aus ihrem Inneren anzutippen, zu pflücken und zusammenfügen, auf eine Weise, dass ich mich dabei ertappe, wie ich beim Lesen seufze vor lauter Schönheit schwarz auf weiß.

Über die Sexyness von Worten nachgedacht. Komedonenquetscher. Ist genauso ätzend, wie es klingt – ein kleines Instrument mit einem schlingenförmigen Ende, zum Mitesser ausdrücken. Keine schöne Sache, kein schönes Wort. Splanchnologie. Nicht nur meine Zunge verkrampft sich – in der Medizin die Lehre von den Eingeweiden. Ja, die hat jeder, muss man sich eigentlich nicht anstellen, trotzdem bekomme ich leichte Gänsehaut wenn ich an Eingeweide denke, zuviel Trash-Horror in den Neunzigern. Was ich damals so abkonnte. Steven King Tag und Nacht. Heute nicht einmal mehr „True Detectives“ nach Acht – ich schlafe dann schlecht.

Es gibt unbequeme Worte wie Krätze, Ratenkauf oder Pappabstrich. Und scheiß Buchstaben-Kombis wie AfD.  In meiner Praxis fielen in einer Sitzung wieder einmal diese: Prinzip und Routine. Erstmal nicht so attraktiv, die beiden. Aber wenn man sich ne Runde zusammensetzt, ein Glas mit ihnen trinkt, lernt man sie von der anderen Seite kennen. Die zwei können sogar cool sein. Vor allem, wenn man dabei ist, sich zu verlieren oder sich zu suchen.

Wir haben einen Kater, dessen Routinen wirklich nicht meine sind – er maunzt seit Tagen um 5 Uhr lautstark in mein Ohr, weil er meint, ich könne doch jetzt schon Frühstück machen. Wahlweise wird das Band des Rollos zwischen die Zähne geklemmt und so daran gezogen, dass es lautstark gegen das Fenster klötert. Hatte ich mal erwähnt, dass ich Katzen eigentlich nicht mag? Bevor einer schreit: Unsere liebe ich natürlich. Ich füttere sie auch.

Kurze Momente mit Menschen, die mit drei Sätzen ein Gefühl von „Wir funken auf derselben Lebensfrequenz“ auslösen – manchmal reichen die kleinen Worte, ein Einblick in die persönliche Gedankenwelt und da ist ein Gefühl von „Wie schön, dass es solche Menschen gibt“.

In Träumen wiederum solchen begegnet, von denen ich hoffe, dass es sie nicht gibt. Und kurz an Nerudas Frage gedacht „Wohin gehen geträumte Dinge?“. In diesem Fall hoffentlich dahin, wo vor lauter Hitze noch nicht einmal mehr Pfeffer wächst. Übrigens ein wunderbares Buch mit wunderbaren Fragen, unbedingt mal reinblättern. Pablo Neruda. Der zwei Jahre bevor ich geboren wurde, starb. Senator der Republik Chile gewesen, ein Schriftsteller und ein Dichter, Träger des Literaturnobelpreises und Kämpfer gegen den Faschismus. Google sagt, es gibt einen Film über Neruda. Mal schauen.

Und dann bleibt da noch die Frage – was mache ich, wenn Hummeln gegen mein Fenster fliegen? Dicke Brummer ploppen in regelmäßigen Abständen vor meinen Augen gegen Glas, Vogelaufkleber kenne ich, aber da stellt sich die Frage, ob die auch bei Hummeln wirken und was mit den Hummeln hier in Hamburg-Hamm eigentlich los ist? Hummelkneipe ums Eck, halluzinogener Blütenstaub oder auf dem Weg von West- nach Osthamburg auf den letzten Metern einfach keine Kraft mehr, nach Navi zu fliegen? Werde diesen Fragen nachgehen.

Tageszitat:

Man brauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge

Arthur Schopenhauer

Stärkende Zitate

Als Kind wollte ich hören, dass alles gut wird, dass nichts Böses hinterm Schrank sitzt und es nicht schlimm ist, wenn ich eine Fünf in Sachkunde bekomme.
Und es ist gut, Kindern diese Sicherheit zu vermitteln. Ich persönlich habe es nie so gehalten, kleinen Kindern schon brutale Wahrheiten zu erzählen, ohne sie dabei „dumm“ zu halten.

Als meine Tochter mich mit 5 mal fragte, wann ich sterben werde, erzählte ich ihr, dass ich 100 werde. Sie lachte und schlief beruhigt ein – 100… das ist ja noch soo lange hin!

Auf Linkedin las ich neulich von einem Vater, dass er seinem Achtjährigen erklärt hatte, dass er nicht wisse, wann er (der Vater) stirbt. Dass er alt werden aber auch morgen tot sein könne. Das ist wohl die Realität, aber Worte haben Macht – und wir sollten sie mit Bedacht wählen. In meinen Augen muss ein Achtjähriger sich nicht mit der Wahrscheinlichkeit von herunterfallenden Dachziegeln oder plötzlichen Herzinfarkten beschäftigen.

Die Frage ist ja auch: Was für ein Bedürfnis steckt hinter der Frage – wirklich Aufklärung? Oder ein Wunsch nach Sicherheit bei ersten Gedanken an die großen Fragen des Lebens?

Als Erwachsene wissen wir, dass es diese Sicherheit nicht gibt und so manchen quält die Ungewissheit, dass Dinge schlecht ausgehen könnten – viele Menschen bleiben ihr Leben lang in Deckung aus Angst, es könnte sie treffen – und verpassen ihr halbes Leben. Könnte ich eine Versicherung gegen Schmerz anbieten, wäre ich wohl über Nacht Milliardärin, doch die gibt es leider nicht.
Also bleibt uns als einzige Sicherheit nur das Vertrauen in uns selbst, dass wir in der Lage sind, mit dem Leben umzugehen, dass wir uns aus allem herausmanövrieren und wieder aufstehen.

Und vielleicht brauchst Du genau diese Worte heute – oder verwahrst sie für später:

„Hier ist die Welt. Schöne und schreckliche Dinge werden passieren. Fürchte Dich nicht.“ ❤️ 
(Frederick Buechner)

Kolumne – Gedankenkiosk

Bild mit Frauenkopf, auf dem viele Bücher liegen, eine Uhr im Hintergrund. Viele Gedanken.

Vizefreitag und Tage wie eine Tuschkastendeckelinnenseite.
Beschlossen, mir das letzte Wintergrau von der Haut zu klopfen und soviel Fahrrad zu fahren wie möglich. So ein Fugenreinigerdings für eine schöne Terrasse bestellt, welches nun im Flur liegt und mich fragend anschaut.

Die Routinen von so viel Neuem durchzogen, dass ich die Woche kaum erkenne, mein Geist tobt glücklich im Bällebad, denn Soulwriters-Club goes Festival und mein Schreiben bald wieder öffentlich, dazu später mehr. „Später“ sollte man eigentlich nicht machen, das Leben ist jetzt und jeder Moment kostbar – und @dies_ist_elke_heidenreich hat Recht mit ihrem Satz (@zeitmagazin, „Was ich gern früher gewusst hätte“): „Wenn du dir ein Tier anschaffst, musst du wissen, dass dein Herz bricht, wenn es stirbt.“ Unser Lucky lebt hoffentlich noch lang. Einen rasierten Bauch hat er nun, aber keinen Krebs. Ich ein paar Federn weniger.

Mit einer Klientin über Selbstwirksamkeit, und Authentizität gesprochen, einer der schönen Abschiede, es geht ihr gut. Und ein Gespräch über den Tod, Schmerz und Loslassen und festgestellt „Das Leben ist für die Lebenden“. Und dann sitze ich hinter viel Glas und höre von der Spitalerstraße den Prediger, der Passanten beim Mitlaufen etwas von Gott ins Ohr schreit, während ich mein Testament unterschreibe. Kein akuter Anlass, ein paar Dinge sollten geregelt sein, so lebt es sich besser. Immer in Bewegung, im roten Shirt mit einem Buch direkt unter seinem Kinn, als würde er die Worte auf den Deckel spucken.
Zwischen Klamottengeschäften hallen seine Worte wieder und er läuft und ruft und skandiert gen Himmel, aber er schaut die Menschen nicht an. Wie es wohl in seinem Kopf aussieht?

Ein Abend wie ein Ingwershot für die Gedanken und Wärmedecke für die Seele – israelische Köstlichkeiten und Menschen, die in Kontakt treten und Gedanken teilen. Danke, liebe Businessmoms. Das war herrlich.

Lang ist der Weg durch die Nacht, die Kette klackert, Pflastersteinkanten stellen sich tollkühn in den Weg.
Ich mit verschwitzter Stirn und Besenstil im dunklen Garten. Schlüssel vergessen.


Tageszitat: Die Entfernung ist unwichtig, nur der erste Schritt ist wichtig. (Marie de Vichy Chamrond)

Feste feiern

Feste feiern

„Ich hasse Geburtstage. Am liebsten würde ich wegfahren. Ich werde wieder ein Jahr älter – und was ist das für ein Grund, zu feiern… dass ich ALT werde?“, antwortet Freundin M. und guckt mich verständnislos an, als ich sie frage, wie sie ihren 45sten feiern wird.
Dieses Gespräch ist ein paar Jahre her – und gestern hatte ich Geburtstag. 48 bin ich nun. Oh, Moment, wie war das? „Über ihr Alter spricht eine Frau nicht“ – ach nein? Warum nicht? Und warum zur Hölle ist es unhöflich, eine Frau nach ihrem Alter zu fragen? Weil die Gesellschaft trotz aller „Pro Aging“-Produkte und „Ü40 und fabelhaft-Bücher“ daran festhält, dass Älterwerden den Frauen einfach nicht so gut steht? Dass wir uns für unser Alter schämen, uns trimmen und glatt halten sollen? Hier ein bisschen ziehen, da ein bisschen drücken und cremen, aber ey verflixt – in der „Blabla-Dingsbums“ stand neulich gleich neben der neuen Diät und den News von Kim Kardashians Hintern, dass man das wahre Alter an den Händen erkennt. Was machen wir denn jetzt? Den ganzen Tag Handschuhe tragen? Lange Ärmel zum Must-have erklären? Ganz ehrlich? Scheißt doch drauf. Feiert, Ladies! Zieht an, was Ihr wollt, schminkt Euch oder schminkt Euch nicht, zieht Euch nen Nasenring, fahrt Rollerskates, tragt knallroten Lippenstift, mörderische High Heels oder dicke Boots, lacht laut, brüllt im Fußballstadion, erzählt dreckige Witze und hüpft auf Konzerten – oder auch nicht.

Ich habe von einer Freundin eine tolle Namenskette geschenkt bekommen. Kennt Ihr diese Ketten mit dem geschwungenen Schriftzug? Auf meiner steht nicht „Julia“, auf meiner steht „Schnaps“. Finde ich extrem lustig, feiere ich sehr. Ob das altersgemäß ist? Pffff. Ich werde sicherlich nicht mehr innerlich die Gesellschaft befragen, ob ich etwas tragen, sagen oder denken darf. Zu dieser Einstellung würde ich übrigens meinem 20jährigen Ich raten. Aber ich schweife ab. Zurück zur Frage, ob ich meinen Geburtstag feiere, obwohl es nicht der 25ste ist. Natürlich! Warum? Weil ich es kann. Es ist für mich ein wunderbarer Grund, zu feiern, dass ich älter werden darf! Was ist denn schon Lebensfreude, wenn ich nicht feiere, dass ich gern lebe? Nein, ich bin nicht krank, nehme aber trotzdem meine Gesundheit und mein Leben nicht als selbstverständlich.

Also JA! Natürlich feiere ich meine Geburtstage – ich bin hier. Ich darf dieses neue Jahr feiern – und dafür bin ich verdammt nochmal dankbar. Und nein, es geht nicht um hinkende Vergleiche wie „Wie, Du magst Dein Essen nicht, denk an die hungernden Kinder in Afrika“ – es geht um eine Perspektive, für die ich mich aktiv entscheiden kann. Mit etwas Demut und ja, auch Dankbarkeit – und natürlich gehört mit der wachsenden Erholungszeit nach Parties und den Falten, die definitiv nicht nur Lachfalten sein können, auch etwas Humor dazu. Abgesehen davon hat Attraktivität und Schönheit – innere wie äußere – für mich absolut nichts mit Jahreszahlen zu tun.

Natürlich rücken wir der Endlichkeit mit jedem Jahr näher – und das kann sich bedrohlich anfühlen, die Vorstellung, dass meine Zeit oder die geliebter Menschen irgendwann vorbei ist – das lässt innerlich natürlich nicht die Korken knallen. Doch ändern werden wir es nicht – und beeinflussen kann ich nur eine Sache: Mit welcher Einstellung ich lebe.

Denn es ist mit dem Leben doch wie mit der Liebe: Aus Angst, verletzt zu werden, nicht zu lieben, kann das wirklich eine gute Wahl sein? Aus Angst, alt zu werden, nicht das Leben zu feiern, kann das eine gute Wahl sein? Hey, das hier ist keine Generalprobe. Wir haben nur diese eine Runde. Mit „sich grämen, dass ich älter werde“ die Zeit verbringen? Oder es so zu sehen: Mit 48 bin ich gerade mal 28 Jahre wirklich erwachsen. Wenn ich wie geplant 100 werde, dann liegen noch 52 Jahre vor mir. Wow! Das ist mal ne Aussicht.
Und wenn ich nun mit 40, 45 oder 55 auf ein Leben gucke, in dem nicht alles so ist, wie ich es mir erträumt habe? Wenn ich meinen Job hasse, mein Partner ne Wurst ist und ich eigentlich sowieso ganz anders bin als die meisten denken? Mensch, dann leg los! Du hast noch Jahrzehnte vor Dir, wenn alles glatt läuft. Mach doch was draus, worauf wartest Du? Niemand wird kommen, um Dir einen Passierschein in ein glückliches Leben auszustellen – nur Du selbst kannst Dir das erlauben.

Und ja, es gibt viel Schlimmes auf der Welt, es gibt Krankheiten, Kriege und Schicksalsschläge, und wenn Dich gerade etwas davon betrifft, dann bleibt die Musik auch mal aus, ganz klar: so eine Situation meine ich an dieser Stelle nicht, es geht mir nicht um krampfhafte Schönmalerei.

Aber wenn es der Alltag mit den weißen Strähnen, etwas steiferen Hüften und den herantrabenden Wechseljahren ist – dann kann ich nur sagen: Happy Birthday to me! Ich feiere nicht nur das Älterwerden. Ich feiere das Leben. Prost!

Schreibübung:
Wenn Dein Leben eine Party wäre – was für ein Fest wäre es? Wieviele und welche Gäste wären dabei, wen würdest Du nicht einladen, in welchen Farben ist dekoriert, gibt es ein Motto, wie ist die Musik im Verlaufe der Party, laut oder leise, Open Air, am Meer oder Fabrikhalle? Was gibt es zu Essen und gibt es Aufführungen, Spiele oder ähnliches?

Biografisches Schreiben – „Meine erste Platte“

Biografisches Schreiben

Es ist ein warmer Tag, ich spiele mit meinem gelben Ball in unserem Garten, der als einziger in der Reihe eine Kurve um das Haus macht, das letzte Haus im Gang. Weiß verputzte Mauern halten die Hitze fern, die Markise taucht das Wohnzimmer in Orange, der Kirschbaum trägt volle, dunkle Früchte, es riecht nach Essen. Sommerluft mit Bratensoße. Ich flitze um die Ecke und sehe einen großen Mann auf unser Tor zukommen, dunkle Stoffhose, helles Hemd mit kurzen Ärmeln, die schwarzsilbernen Haare leuchten in der Sonne. Billie. Mein Opa. Den ich keinen einzigen Tag „Opa“ genannt habe, immer nur Billie. Eigentlich heißt er William, und ich weiß, dass mein Opa nicht aus Deutschland, sondern aus Holland kommt, und auch die Namen meiner anderen Verwandten mag ich sehr: Bep, Koos, Esther.
Sand knirscht unter Billies Lederschuhen – ich liebe das Geräusch. Kurz halte ich die Luft an, um besser hören zu können.


Mit einem Lächeln steht er dort auf der anderen Seite der Holzpforte, die aus zwei Querbalken gebaut ist, schwarzes, schweres Holz. Eine Hand hinter seinem Rücken, mit der anderen öffnet er die Pforte, als wäre sie leicht wie Papier. Meinen gelben Plastikball lasse ich fallen und laufe mit blanken Füßen, die die Hubbel der Waschbetonplatten bei jedem Schritt spüren, auf ihn zu. Kurz vor ihm bleibe ich stehen und lächle ihn an, ich kneife meine Augen etwas zu, die Sonne blendet: „Billiiiie“, mit einem sehr lang gezogenen „iiiiee“ – „was hast Du da hinter Deinem Rücken?“
Er ist kein Mann der großen Worte oder Gesten, seine braunen Augen lächeln zurück, langsam zieht er den Arm nach vorn und hält mir etwas hin: Ein flaches Viereck, eine Scheibe, mit Menschen darauf. Ich kann noch nicht lesen, aber ich weiß, was das ist: meine erste Schallplatte!

Ich umarme Billie, mein Kopf liegt an seinem Bauch, meine Arme schlingen sich um ihn, sie kommen nicht weit, zu kurz. Weich und warm fühlt er sich an. Ich drücke einmal alles, was ich von ihm erfassen kann, so fest, bis es in meinen Muskeln zieht, lache laut auf und renne mit meinem Schatz und einem Herzen, welches sich anfühlt, als würde es ständig gegen meinen Brustkorb hüpfen, ins Haus: „Mamaaaa!“

Den Plattenspieler kann ich noch nicht unfallfrei bedienen, ich bin Vier und ungeduldig. Aber meine Eltern sind auch beim sechsten Mal Nadel auflegen gelassen und hören meinem begeisterten Singsang zu.  Und dann kommt eine Zeile, die man kaum versteht, weil der Sänger sie ganz hoch kreischt, und ich? Ich finde alles daran schön.
Lauthals singe ich: „Ladyladyladylady ….“, wippe im Takt und schüttele meine hellblonden Locken ein bisschen hin und her.


Nie hätte ich mir damals vorstellen können, dass ich fast 43 Jahre später über sie schreibe, dass viele Menschen aus der Zeit nicht mehr bei uns sind, aber dass sie immer noch hier ist, diese Platte. Und dass wir in den Jahren dazwischen Plattenspieler aus unseren Wohnzimmern verbannen – und sie uns wieder zurückholen und hüten wie Schätze. So wie unseren Konzertschrank, der noch deutlich älter ist als meine erste Platte.

ORS – eine schräg-schlimme Mischung aus Dschingis Khan und Bee Gees, die heute leichtes Ohrensausen verursacht. Orlando Riva Sound – man beachte bitte den extraordinären Goldanzug des Herren in der Mitte – und die Siegerpose, indem er der Sängerin seinen Fuß auf das Knie stellt. Tsss.

Der Text im Refrain geht ungefähr so:

Sie:
„Er ist so nett, doch vielleicht zu jung für mich. Aber ich mag, ich mag die Art so wie er spricht. Ich glaub‘, wir würden – uns gut versteeeeehn“
Er:
„Lady Lady Lady Lady Lady, Lady Lady – lass mich Deine Träume sehen“
Sie:
„Uala, lala, lala lalahaaa“
Er:
„Lady Lady Lady Lady, Lady Lady – lass Dich geh’n“
Sie:
„Uala, lala, lala lalaaaa“

Natürlich habe ich das damals inhaltlich nicht erfasst – doch auch mit dem Wissen heute gestehe ich: Ich höre diesen Song noch ab und an. Denn da ist eine Verbindung aus Musik und einem Gefühl aus diesem Sommer, welche die Erinnerung an diesen Moment am Gartenzaun und die Stunden vor dem Plattenspieler einen Moment lang lebendig macht. „Lady Lady Lady Lady, Lady …“.

Wenn auch Du Erinnerungen aus Deinem Leben aufschreiben möchtest, aber nicht weißt, wie Du starten und Deinen Text so gestalten kannst, dass er lebendig wird, dann melde Dich doch hier für den Biografie-Workshop an.

Schreib Dich stark! Aus dem Angstfokus in die Zuversicht

Es gibt keine Versicherung gegen Schmerz. Kein Vertrag der Welt wird uns einen Schadensersatz für verletzte Gefühle garantieren, wenn wir jährlich etwas einzahlen, niemand kann uns garantieren, dass es weniger weh tun wird, weil wir genug Vorsorge betrieben haben. 

Und doch verhalten sich viele Menschen so, als wäre das das Wichtigste: Schmerz zu vermeiden. Sich vor Enttäuschungen zu schützen. Und doch geht es ihnen auch damit nicht gut. 

Denn wenn Du wie auf rohen Eiern läufst und Dich nicht traust, mal richtig aufzutreten, wenn Du Dich nur auf das konzentrierst, was kaputt gehen könnte, nicht auf Deine Bewegung, Dein Ziel, nicht auf das Gefühl beim Gehen, dann ist das übertragen für Dein Leben: Du gehst keine innigen Verbindungen ein, wechselst nicht den Job, ziehst nicht um, Du machst keine Mutsprünge, denn: es könnte schief gehen – und es könnte weh tun. Die häufigste Antwort in meiner Praxis, wenn ich frage, warum jemand etwas nicht tut, obwohl er/sie sich diese Veränderung so sehr wünscht, ist: 

„Ich habe Angst, dass es nicht klappt, dass ich wieder enttäuscht werde“ 

„Und was wäre, wenn das eintreten würde?“ 

 „Dann tut es weh“

 „Und dann?“

.

.

Es ist wie bei vielen Themen eine Frage der Perspektive. Konzentriere ich mich auf meine Angst, die Vermeidung von Schmerz und überrede mich, trotzdem etwas zu tun, wovor ich Angst habe – und es geht dann schief, dann verfestige ich meine Angst. 

Mein Unterbewusstsein mit dem Fokus „Schmerzvermeidung/Schmerzerwartung“ sagt mir womöglich: „Siehst Du, wusste ich es doch. Es tut nur weh. Das hast Du jetzt davon! Immer wenn Du mal nicht aufpasst, nicht verletzt zu werden, passiert es!“ 

Was kann ich also tun, um nicht im Vermeidungsverhalten zu bleiben? 

Gib dem Schmerz seinen Platz. Er ist eh irgendwie im Raum, dann kannst Du ihm auch einen Stuhl anbieten, anstatt ständig angsterfüllt nach ihm Ausschau zu halten und Dich möglichst immer dort zu bewegen, wo Du ihn nicht vermutest. 
Und das Allerwichtigste: Mach Dir bewusst, dass Du mit ihm umgehen kannst, wenn er da ist. Schau auf durchschrittene Täler in Deinem Leben zurück. Wie bist Du da durchgekommen?

Schreibe auf:
Was bringt Dich durch die Nacht? Wo liegt Deine Stärke? Was in Dir trägt Dich? 

Mach Dir bewusst, dass Du es schaffen wirst, auch wenn Du enttäuscht werden solltest. Du wirst es nicht vermeiden können, in Deinem Leben schmerzhafte Erfahrungen zu machen. Nur eins ist sicher: Gefühle bleiben nicht. Sie verändern sich und verschwinden auch wieder, auch der Schmerz. Ja, er kann Spuren hinterlassen, aber das ist das Leben, es hinterlässt Spuren in jeglicher Tiefe und in jeglicher Schattierung. 

Du wirst viel Gutes verpassen, wenn Du aus Angst vor Schmerz nicht springst, wenn Du nicht hüpfst und wenn Du nicht rennst. Also – nimm alle Gefühle in Kauf, hab Vertrauen in Dich – und lauf los!

Foto: https://www.handcraftedfotos.de

#soulwritersclub #soulwriters_club #persönlichkeitsentwicklung #schmerz #resilienz #selbstliebe #achtsamkeit #selbstvertrauen #psychologischescoaching #schreibtherapie #schreibenstärkt #schreibenklärt # poesietherapie #biografischesschreiben #kreativität #hamburg #kreativesschreiben #stärkenstärken

Zurück zu DIR!

Erst vor ein paar Wochen hörte ich seit Langem mal wieder eine Bemerkung zu meiner Art, meinem Charakter. Sie lautete in etwa so: „Ja, Du warst schon als Kind sehr begeisterungsfähig. Vielleicht manchmal etwas ZU begeistert.“
Vor 10 Jahren hätte meine innere Kritikerin – sie heißt übrigens „Frau Mieselpriem“ und ist eine hagere, ältere Dame mit einem sehr faltigen, langen Hals, einer runden Brille und streng zurückgebunden, gräulichen Haaren, sie ist immer in Dunkelblau gekleidet, meistens trägt sie Rock und Blazer und halbhohe Schuhe. Sie steht sehr aufrecht mit leicht erhobenem Kinn und kann eine Augenbraue so hochziehen, dass man meinen könne, sie rutsche gleich nach oben weg. Also, Frau Mieselpriem hätte vor einigen Jahren eifrig genickt, beipflichtendes Zeug gemurmelt und gleich mal gescannt, in welchem Bereich ich denn jetzt und hier mal wieder zu begeistert sein könnte und wo ich mich etwas dämpfen sollte.
Heute klappt ihr Mund auf – und stumm wieder zu.
Wie ich sie zum Schweigen gebracht habe? Kurz gesagt: durch jahrelange Persönlichkeitsentwicklung. Durch die Reflektion der Vergangenheit – ich habe hässliche Glaubenssätze hochgenommen und ans Licht gehalten, sie betrachtet, habe sie auseinander genommen und schließlich neue geschrieben.
Und durch das Aufschreiben meiner Begeisterung und meiner Gefühle und der Energie, die es mir gibt, wenn ich Feuer und Flamme für etwas oder jemanden bin. Ich schrieb Erlebnisse mit allen Sinnen auf – aus Erinnerungen heraus, die sich ihren Weg aus meinem Unterbewusstsein nach oben bahnten. Ich bin meinem inneren Kind begegnet, der 20jährigen, der 35jährigen – und habe sie aus neuen Perspektiven wahrgenommen.
Wie ich das gemacht habe? Unter anderem mit Methoden aus der Schreib- und Poesietherapie.

In meiner Fortbildung zur Seminarleiterin für Poesietherapie und kreatives Schreiben schrieb ich aus solch einer Übung heraus ein Pantun (eine malaysische Gedichtform) – unter anderem mit den Worten „Diese Kompromisse – ich probiere sie kurz an (…) dieses Dazwischen – es passt mir nicht.“ Ich habe mir den Text und das Pantun dazu immer und immer wieder durchgelesen – DAS bin ich. Und es unterstützt das Selbstwertgefühl, das immer wieder zu lesen, meinem Unterbewusstsein damit zu sagen „SO bist Du – und das ist gut so!“, denn ja, die „Programmierung“ funktioniert auch im Positiven, und durch das Aufschreiben festigen sich Glaubenssätze umso mehr.

„Wer bist Du ohne Deine Prägung“ – ist eine wichtige Frage, die sich Viele von uns irgendwann im Leben stellen, wenn wir spüren, dass wir nicht am richtigen Ort oder mit den richtigen Menschen leben, wenn irgendetwas fehlt oder zuviel ist.
Uns bewusst zu machen, wie oft wir uns limitieren, kritisieren, maßregeln oder in Frage stellen, wie häufig wir Dinge tun, weil „man das so macht“ oder etwas lassen, weil wir nun einmal „nicht alles haben können“ und „nicht so XYZ“ sein sollten, ist Teil des Prozesses.

Und wenn wir dann weiterdenken und -fühlen, kommen wir vielleicht zu dem Schluss, dass wir doch und verdammt noch einmal gerade SO sein sollten, weil wir im innersten Kern genau SO sind und genau DAS nun einmal tun wollen? Und dass das Limitierende, das Kritisierende gar nicht zu uns gehört, nicht Teil unserer Persönlichkeit ist, sondern von außen auf uns draufgedrückt wurde …?

Mit 47 Jahren kann ich sagen, dass ich ohne meine ungezähmte Begeisterung nicht ich selbst bin. Dass ich einige Dinge in meinem Leben, die mich glücklich machen, gar nicht tun würde ohne diese wunderbare Leidenschaft.
Dass ich es liebe, die Momente immer noch und immer wieder erleben zu dürfen, in denen mir kurz die Luft wegbleibt, weil die Welle mir im Inneren vom Bauch hoch in den Hals, über mein Gesicht bis in die Augen flutet – mein Herz dann doppelt schlägt, ich nicht stillstehen kann und mir vor Glück und Begeisterung auch mal die Tränen kommen.
Ich möchte das nicht dämpfen, ich möchte jubeln! Denn so bin ICH.

Wie bist DU?

Wenn Du das in einer kleinen Gruppe mit anderen schreibend herausfinden möchtest, dann melde Dich gern an zum Intensiv-Seminar „SO bin ich“ – am 19. Und 20. November 2022. Drei von sechs Plätzen sind noch frei. Infos und Anmeldemöglichkeit findest Du hier!

#soulwriters_club #soulwritersclub #schreibtherapie #authentizität #schreibworkshop #kreativesschreiben #schreibseminar #hamburg #kreativität #persönlichkeitsentwicklung #prägung #glaubenssätze #werbinich #selbstliebe #achtsamkeit #selbstwahrnehmung #selbstwertgefühl #biografie #biografischesschreiben #zitate #ryanadams